Kaffee ist Luxus – auch als Cocktail

Es soll natürlich mal wieder ein Bayer gewesen sein, der den Kaffee 1582 vom Orient in unsere Gefilde gebracht haben soll… doch da sich die Quellen dabei widersprechen, lass ich diese Info jetzt einfach mal ungeprüft so stehen. Und hoffe, dass mir jetzt keiner mit FAKENEWS kommt 😉

Sicher ist, dass Kaffee inzwischen weltweit gehandelt und vielerorts genossen wird. Der Trend soll von den superteuren Kaffeemaschinen zurück zum Brühkaffee geht – den Verdacht habe ich ja schon ein Weilchen…  Totgesagte leben länger

Anbei einige Anekdoten, die Megi Schmitt die SCAE Barista, Coffeologin und Kaffeesommeliére des Cafe Mocha* in Miltenberg mit großer Freude (und sehr viel Charme) erzählt, während sie einen Kaffee nach dem anderen für uns brüht und aufpimpt:

  • Während der Französischen Revolution sind „Schnüffler“ durch die Gassen gezogen und haben nach frisch gebrühtem Kaffee gesucht. Denn auf Kaffeegenuss stand die Todesstrafe
  • Der Papst persönlich hat das Kaffeeverbot unterbunden. Er empfahl Kaffee als „das radikalste aller Heißgetränke“
  • 800 unterschiedliche Aromen sind in einer Kaffeebohne verborgen

Kaffee – (nicht nur) die Bohne macht den Unterschied

Von rund 120 bekannten Kaffeesorten im sogenannten „Kaffeegürtel“ sind nur 4 im normalen Handel erhältlich, Arabica und Robusta am bekanntesten. Die Auswahl wird dabei natürlich nicht aufgrund des Geschmacks getroffen, sondern die industrielle Kaffeeverarbeitung setzt auf hohen Ertrag und Robustheit der Bohnen. Da ahnt man schon, dass wir längst nicht alles über Kaffee wissen oder schmecken konnten.

Der Kaffeebaum sei eine Diva, so erzählt Megi, er will umschmeichelt werden. Ein Jahr dauert es, bis aus der Blüte eine Frucht wird. Der Baum trägt allerdings immer beides gleichzeitig- also neue Blüten und bereits fertige Früchte. Durch die normale Erntemethode – jetzt, alles, ab – geht daher viel Potenzial verloren – eigentlich ja, die ganze nächste Ernte.

Ungeröstete und geröstete Kaffeebohnen

Der „Kaffeegürtel“

Kaffeepflanzen lieben ein ausgeglichenes Klima ohne extreme Temperaturschwankungen. Vor Sonne und Wind geschützt, mit genug Wasser versorgt, bietet sich die Region um den Äquator an – genauer zwischen dem 23. Breitengrad und 25. Breitengrad. Der Kaffeegürtel erstreckt sich von Afrika, über Mittel- und Südamerika, bis nach Asien. Brasilien ist der weltweit größte Produzent, aber auch Kaffee aus Kolumbien, Äthiopien, Vietnam und Indonesien findet man im Handel. Und den selteneren Hochlandkaffee, der aufgrund niedrigerer Temperaturen langsamer reift, zum Beispiel in Costa Rica, Kenia und Äthiopien. Hier setzt selbst die industrielle Kaffeewirtschaft manchmal auf das Verlesen und Pflücken per Hand.

Cold Brewe Coffee – also „kalt gebrühter Kaffee“

Dazu hat Megi am Vorabend grob gemahlenen Kaffee mit kaltem Wasser gemischt. Der muss dann mehr als 12 Stunden ziehen bevor er gefiltert wird. Durch den Verzicht auf Hitze wird der Kaffee ganz mild und weder bitter noch sauer. Die Japaner sollen ihren Kaffee so brühen. Seit jeher. Warum es dann so lange gedauert hat, bis der kalt gebrühte Kaffee uns erreichte… keine Ahnung 😉

Espresso Gin Tonic

Ihr braucht Eis, Tonic, Gin, Zuckersirup und natürlich Espresso. Vom Zuckersirup nur einen Schwupp – damit es nicht zu süß wird. Damit sich die Flüssigkeiten schön voneinander abheben, werden zuerst Eis, Tonic, Gin und Sirup in ein Longdrinkglas gefüllt. Dann wird mit abgekühltem Espresso vorsichtig aufgefüllt. Sieht nicht nur toll aus!

Espresso Martini

Das Original scheint von Dick Bradsell, 1984 zu stammen. Megi erweitert mit Baileys und nimmt heißen Espresso 😉

Wodka, Kahlúa, Baileys mischen und mit 2 heißen Espresso (und wer hier anfängt zu meckern, darf sich gerne bei „Der korrekte Plural von Espresso: Klappe zu, Wichtigtuer!“ einlesen)

Noch mehr zu Kaffee findet ihr hier: Vom Ziegenfutter zum Lifestyle – Getränk.

Weitere Geschichten aus Churfranken:

Mit freundlicher Unterstützung von Mainland Miltenberg – Churfranken e.V.*, die mich zu einer Pressereise nach Churfranken eingeladen haben.

Mein besondere Dank geht an Brigitte Duffeck und Familie Norbert und Evelyn Bachmann vom Adler Landhotel* in Bürgstadt.

Die Kaffee-Kreationen von Megi waren ganz wunderbar. Danke dafür.

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Dieser Artikel enthält Links zu Produzenten und persönliche Empfehlungen von mir. Ich bin dafür zwar weder bezahlt noch beauftragt, doch da ich Produkte nenne, muss ich dies als Werbung kennzeichnen.

Anne
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