Der Clou beim Grillen – Soßen und Dips

Eigentlich ist es noch zu kalt – viel zu kalt zum Grillen.

Aber da es jetzt Juni ist, kann ich meine Männer nicht mehr bremsen und will es ja eigentlich auch gar nicht… also ran ans Feuer und mit gegrillt.

Ganz egal, ob Fleisch, Fisch oder Gemüse… die wahre Kunst des Grillens liegt (wie beim Fondue) in den selbsgemachten Soßen und Dips. Wer da auf Fertigprodukte zurückgreift, verpasst was!

Daher hier drei meiner absoluten Lieblinge:

Kräuterbutter

250 g Butter
6 El feingehackte Petersilie/Schnittlauch/frische Kräuter die ihr mögt
1 Knoblauchzehe
3 TL Zitronensaft – super wichtig
einige Tropfen Worcestersauce
Salz, Pfeffer

Die Butter mit einer Gabel zermusen – sie sollte nicht frisch aus dem Kühlschrank kommen, dann ist es zu schwer – die Kräuter unbedingt mit der Hand hacken. Hände weg vom Mixer oder Pürrierstab – das wird ein einheitlich grüner Brei und schmeckt nicht mehr so gut. Man darf auch ruhig noch erkennen, welches Kraut da gerade schmeckt – also nicht zu fein schneiden, sonst bleiben die meisten Aromen im Brett und haben keine Gelegenheit in die Butte zu kommen.
Aber den Knoblauch dürft ihr zur Not pressen. Da sind einige Hilfsmittel ganz gut geeignet. Auch in einem Mörser zerdrücken geht. Und wenn ihr ganz, ganz jungen Knoblauch habt, schmilzt er eh…
Alles vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zitronendip

1 Biozitrone
1 EL Zucker oder auch Honig
3-4 EL Mayo… wer kann und mag macht sie selbst frisch – schmeckt natürlich noch mal besser!
1 Becher Creme fraiche
gehackte Kräuter… Petersilie, Schnittlauch, Rucola… was euer Garten oder Fensterbrett so hergibt – aber nicht zuviel – es soll keine Kräutercreme werden sondern nur noch mal die Frische unterstreichen..
Salz und Pfeffer

Die Zitronenschale abreiben und den Saft auspressen. Zusammen mit Zucker/Honig in einem Topf aufkochen und sirupartig einkochen lassen.
Abkühlen lassen. Dann mit den restlichen Zutaten mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kombination des Zitronensirups mit der Creme fraiche ist so lecker, das ich da gerade an einem Eis arbeite.. ich halte euch auf dem Laufenden!

Selbstgemachte Chilisoße

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 frische Chilischoten
1 Stückchen Ingwer – ganz nach Geschmack mehr oder weniger
2 Tomaten
2 EL Öl
2 EL Tomatenmark
1 Orange – wichtig!
1 EL Sojasauce
3 EL Essig
1 TL Salz
2 EL Zucker

Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und klein würfeln. Die kleingehackten Zwiebeln und den gehackten Knoblauch in Öl anbraten.
Dann kommen alle anderen Zutaten dazu. Von der Orange nehmt ihr wenn sie Bio ist auch die geriebene Schale – sonst nur den Saft.
Das ganze 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen…

Natürlich gibt es noch viel, viel mehr… aber die Grillsaison startet ja auch erst 🙂

Und es ist auch klar, dass diese Soßen nicht nur beim Grillen zum Einsatz kommen. Mein Mann schwört auf die Chilisoße und ich produziere sie in größeren Mengen. Aber glaubt nicht, dass ihr welche abbekommt – die schützt er mit vollem Einsatz 🙂

Anne

Kochen und Backen sind meine Leidenschaft und ich helfe dir, den Genuss in deinem Leben zu erhöhen.
Anne

8 Antworten auf „Der Clou beim Grillen – Soßen und Dips“

  1. Mensch Anne, da „tropft einem der Zahn“ ja nur vom bloßen Lesen ;-). Ich nehme übrigens für die Kräuterbutter manchmal eine leicht gesalzene Butter und bei mir ist immer Estragon mit bei den Kräutern dabei und für die Farbe ein Hauch von Kurkuma.
    Die anderen beiden Soßen/Dips werden beim nächsten Grillen gleich getestet. Und zum Nachtisch muß dann ein selbstgemachtes Eis her…… Rezepte für ein vollständiges Menue findet man hier!! Klasse 🙂

    LG Marti

  2. MMMhhhhh…..das macht echt Lust auf mehr! Werde ich mit Sicherheit probieren – obwohl ich eigentlich überhaupt kein Grillfan bin….bin schon sehr gespannt auf die Nachspeise….kann ich die schon vorbestellen?? 😉
    Herzliche Grüße
    Andrea

    1. Heute ist ja schon ein Nachtisch online…. und bei dem nächsten kann ich dann ja mal mit Vervaine experimentieren… wenn ich denn ein Pflänzchen ergattere 😉

      Bis heute Abend beim Slow Food Stammtisch
      Anne

  3. Pingback: Tomatenschwemme

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