Eis, Eis – Baby – Vanilleeis


Sommerzeit = Eiszeit.

Da schreckt uns Verbraucher die Stiftung Warentest mit einem Vanilleeis-Test auf.

Wer glaubt das der Aufdruck „Bourbon-Vanille“, „Premium-Vanille“ oder kleine schwarze Pünktchen im Eis irgend etwas mit Anteilen von Vanille und dem dazugehörenden Geschmack zu tun haben, ist naiv. Ich will ja nicht sagen dumm 🙂

Wobei die Pünktchen meist aus gemahlenen Schoten (oder einfach anderen dunklen Substanzen) stammen – aber die sind nach dem industriellen Auskochen (das eher mal nix mit – ich lasse die Schote in Milch ziehen… zu tun hat) nahezu geschmacksneutral.

Neun von 22 Vanilleeis-Sorten erhielten bei der Untersuchung der Berliner Warentester das Urteil „mangelhaft“. Weitere neun kamen gerade mal zu einem „ausreichend“.
Nur das Vanilleeis zu 11.- Euro! von Häagen Daz erhielt die Note „Gut“.
Elf Euro – lasst euch das mal auf der Zunge zergehen…

Natürlich spielt das Geld wieder die Hauptrolle in diesem Spielchen. Denn Vanillin ist preisstabil und natürlich auch deutlich günstiger als echte Vanille. Was man dafür erhält?
Vanillin wird aus Reis oder aus Sulfitablauge gemacht, die bei der Zellstoff- und Papierherstellung anfällt. Lecker, oder?!

Also – ran an den Herd und mitgemacht – es ist ganz einfach und man weiß, was drin ist:

Vanilleeis – selbst gemacht

6 Eigelbe
190 g Zucker
100 g Sahne
400 g Milch
2 Vanilleschoten

Vanilleeis ist nicht zu unrecht das zweitliebste Eis der Deutschen - wenn es gut ist!
Vanilleeis ist nicht zu unrecht das zweitliebste Eis der Deutschen – wenn es gut ist!

Die Vanilleschote der Länge nach seitlich aufschneiden und das Mark mit einem Löffel oder der Rückseite eines Messers auskratzen. Mark und Schote in die kalte Milch legen und das ganze langsam zum Kochen bringen, danach abkühlen lassen. Nun das Eigelb mit dem Zucker schlagen, bis es hell und schaumig wird.

Die Schote aus der Milch entfernen, die Sahne kurz steif schlagen und alle Zutaten gründlich verrühren.

Wer eine Eismaschine hat muss die Masse nun einfüllen (ihr wisst dann ja sicherlich auch schon wie lange es braucht) – wer nicht, arbeitet mit der Gefriertruhe weiter.

Wichtig ist dabei, dass man die gefrierende Masse regelmäßig durchrührt. So werden die größeren Eiskristalle (die zerstören die Cremigkeit) wieder zerkleinert. Dauert natürlich ein paar Stunden – lohnt sich aber!

Und man sollte das selbstgemachte Eis auch recht zügig essen – da bei der industriellen Herstellung Stabilisatoren und viel Luft eingearbeitet wird, bleibt es streichzarter… das eigene Eis friert schnell zu einem festen Klumpen. Aber das schnelle Aufessen sollte ja das kleinste Problem sein, oder?!

Mit Olivenöl

Eine Vanilleeis-Variante, die ich in diesem Sommer ausprobiert habe, hat „Lust auf Genuss“ (das sind die Hefte, die man an der Supermarktkasse findet) mit Olivenöl gemacht… der Blog „einfach guad“ hat das Rezept auch aufgegriffen…

Anne

Kochen und Backen sind meine Leidenschaft und ich helfe dir, den Genuss in deinem Leben zu erhöhen.
Anne

2 Antworten auf „Eis, Eis – Baby – Vanilleeis“

  1. Hallo Anne,
    danke für Deinen Kommentar zu meinem Rezept, aber ich habe doch beim Vanilleeis geschummelt und kein Olivenöl reingemacht. Ich bin aber sehr gespannt, wie das Eis mit Olivenöl schmeckt. Gib mir doch bitte Bescheid, wenn Du es gemacht hast!
    Viele Grüsse an den Ammersee!

    Andrea

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