Suppen-Glück – nicht nur im Herbst

Von meiner Mutter habe ich einige schlichte aber hervorragende Rezepte, die in meinem Karteikasten dann einfach als Meiles Pilzsüppchen, Meiles Soße zu Steaks oder auch Meiles Steckrübeneintopf bezeichnet sind.

Oft stehen da auch nur die Zutaten drauf – ganz ohne Mengenangaben – denn die sind uns Webertschen Frauen ja klar.
Für meinen Mann sind diese Rezepte eine echte Herausforderung, die er aber mittlerweile wirklich gut meistert 😉 – meistens.

Und auch andere liebe und kochkundige Menschen sind so bei mir verewigt:

Johanns Apfelkuchen, Miams Reissalat, Sexi-Nudeln, Käthes Butterkuchen, Kauis Bohneneintopf, Papabrot, Lilos Muscheln, Jantjes Erdbeerkonfitüre, Lazarevics Kirschtorte, Susannes Shortbread, Wolfis Sprossensalat, Chichoree von Nicole, Michaelas Schokokuchen, Bobbies Saibling, Flos Kässpatzen, Martis Maisauflauf, Christines Forellenmousse – ich weiß dann immer gleich, um welche Rezeptvariante es sich handelt und denke kurz an den Erfinder.

Und wie man sieht, habe ich auch schon einige dieser Rezepte an euch weiter gegeben.

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Von wegen Gugel-Hupf

Da bin ich wohl mal wieder rein gefallen.

Als echt norddeutsches Gewächs dachte ich, ein Gugelhupf – also ein Napfkuchen aus Hefeteig – hätte den „Hupf“ gleich mit drin.

Oder meinetwegen auch den Lupf:

Die Bezeichnung „Gugelhupf“ kommt vermutlich von Lupfen des Gugels, also dem Hochheben des rundlichen (vergleiche Kugel, Kogel, Kogge) Napfes oder Kessels, nachdem der fertig gebackene Kuchen umgedreht wurde.

Das „h“ in Gugelhupf beruht auf einer Übertragung aus dem Dialekt ins Hochdeutsche, deutet aber nicht auf „Hüpfen“. Im Dialekt wird das Wort noch heute etwa Gug’lupf ausgesprochen.

Quelle: wiktionary

Stimmt aber gar nicht – keinen Millimeter hupft oder lupft er.

Dabei hatte ich mich so gefreut, ein gutes Rezept zu haben und endlich die schöne alte Gussform ausprobieren zu können… und habe mehr als ordentlich eingefettet!
Schon mehr gespachtelt 😉
Und dann mit Mandelblättchen verkleidet.

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Was vom Glühwein übrig blieb….

Es gibt viele Sprichwörter, die sich auf Notfälle beziehen – dieser passt gut zur aktuellen Situatuion:

„In persönlichen Nöten tritt die persönliche Note
des Menschen am klarsten zu Tage.“
von Georg Jacob F. P. H. Dechent

 

Denn ich hatte das Fleisch schon vorbereitet, mir genauestens überlegt, wie ich es zubereite – um dann den fassungslosen Blick meines Mannes zu erwidern:
„Wie – Rotwein?! Hab ich nicht….“

Am Sonntag – wohlgemerkt.

Da sind die Möglichkeiten noch welchen zu kaufen ja eher beschränkt.
Schließlich gibt es hier am Ammersee die Notfall-Tankstellen für Milch – die mit Benzin und allen anderen Lebensmitteln, wie Städter sie gewohnt sind, sind hier Mangelware. Und Abends immer dicht.

Doch dann fiel mir die angefangene, weil schnöde verschmähte Flasche Glühwein in die Hand.
Dreiviertel voll!

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So schmeckt Hasenglück – Möhren-Papardelle

Ganz egal, ob man Möhren, gelbe Rüben, Karotten, Wurzeln oder Mohrrüben sagt – gemeint ist ein gesundes und wohlschmeckendes Gemüse, das es im Genussranking Deutschlands auf Platz 2 schafft.
Nach der Tomate.
Also stehen wir auf Farbe auf dem Tisch.

Und das ganzjährig – und mit gutem Slow-Gewissen.

Denn Mohrrüben lassen sich hervorragend lagern – einmieten nennt man das.
Hat zum Glück wenig mit dem Immoblienmarkt zu tun – oder gerade mal gar nichts…
Die Karotten werden dazu in Kisten oder Gruben gelagert und mit Sand oder Erde bedeckt – so sind sie vor dem Austrocknen geschützt und können ohne Qualitätsverlust monatelang aufbewahrt werden.
Meine Oma hatte eine Kiste im Keller stehen. Da steckten die Möhren drin… macht aber heute wohl keiner mehr daheim. Selbst ich nicht. „So schmeckt Hasenglück – Möhren-Papardelle“ weiterlesen

Papabrot – das Sauerteig-Schummelbrot

Jetzt ist er endlich da, der neue, langersehnte Backofen.

Und stinkt noch leise vor sich hin 😉

Da ist mir aufgefallen, dass ich noch nie einen wirklich ganz neuen Ofen hatte…

Aber ich weiß auch so durch frühere Ofenwechsel, dass sich viel verändern wird. Alle meine Rezepte müssen neu austaxiert werden.

Beim Brotbacken sollen wir nun auf 250 Grad vorheizen, etwa 10 Minuten backen – bis der angestrebte Bräungungsgrad erreicht ist – und dann den Ofen ausschalten… ganz aus!
Der Hammer, oder?!
Wird gerade oben ausprobiert.

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Kochbuchauswahl auf den dritten Blick – Biokiste oder Ruck-zuck Gemüseküche

Natürlich habe ich Kochbücher.
Sogar eine ganze Menge.
Zu viele – möchte man meinen.
Stimmt aber natürlich nicht!

Und manchmal möchte ich einfach ein neues Kochbuch haben.

Meist aus einem bestimmten Engpass… wie jetzt im Winter, wo mir die Ideen für saisonale, regionale Küche ausgehen.
Ich merke es daran, dass mir nur lauter schnelle Rezepte mit Fleisch einfallen…

Also habe ich im Internet geschaut – bei unserer Buchhandlung macht es definitiv keinen Spaß zu stöbern – und im Internet kann man ja mittlerweile auch schon in einige Bücher reinlesen. Gleich zu Beginn meiner Suche nach Gemüsekochbüchern bin ich über das Biokisten-Kochbuch gestolpert.
Und da ich immer mal wieder mit dem Gedanken einer solchen Kiste spiele (den ich dann aber aus Kostengründen und dem Spaß am samstäglichen Marktbesuch schnell wieder fallen lasse), habe ich mir das Buch mal näher angeschaut. „Kochbuchauswahl auf den dritten Blick – Biokiste oder Ruck-zuck Gemüseküche“ weiterlesen