Gewissens-Bisse – nicht nur wegen des Gemüses

Ein echtes Problem unserer Zeit.
Unserer Gesellschaft.
Unsere Lebenseinstellung.

Meine Ur-Oma hatte es nicht, meine Oma hatte es nicht, meine Mutter hatte es nicht und mein Vater hat es bis heute nicht – aber ich habe es….

Wenn ich eine Suppe koche oder eine Sülze oder etwas vergleichbares plane, stehen sich die beiden Annes im Weg.
Einerseits ist es für den Geschmack unabdingbar, dass ich das Gemüse im Sud mit koche.
Also während einer beträchtlichen Zeitspanne der Hitze preis gebe.
Das ist in meinen Augen enorm wichtig für das Gesamtergebnis. An das ich natürlich hohe Ansprüche stelle.

Anderseits mag ich aber partou kein extrem weiches, verkochtes Grünzeug (auch kein Orangezeug oder welche Farbe dem Gemüse auch immer zu Grunde liegt).
Für mich muss Gemüse – genau wie Pasta oder Risotto – einen gewissen Biss haben.
Nicht mehr roh – aber durchaus knackig sein.

Und das bedeutet, das ich nach dem Kochen nicht weiß, was ich mit dem zerkochten Gemüse machen soll.
Einfach wegwerfen geht natürlich überhaupt nicht…

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Gaston Lenôtre – der König der Feinbäcker

Das perfekte Rezept. Gibt es das überhaupt?
Oder ist es nicht viel mehr so, dass sich die Geschmäcker im Laufe der Zeit so sehr verändern, dass alle Rezepte irgendwann mal überholt sind?

Das die Koch-Mode Trends setzt, die nach einigen Jahren nur noch ein fassungsloses Kopfschütteln verursachen?

So wie die Fotos in den Kochbüchern vor 2000 🙁 „Gaston Lenôtre – der König der Feinbäcker“ weiterlesen

FrankREICH – wie sonst? Bei den Rezepten!

… findet jedenfalls mein Sohn 🙂

Als heranwachsender Feinschmecker, hat er sich Boeuf Bourguignon gewünscht. Ein Klassiker aus Frankreich, dessen Zubereitung ein wenig Fingerspitzengefühl bedarf.

So mag er Fleisch.
Und findet, dass ein Land, dessen Köche solche Speisen kreieren, REICH sein muss.
Und das auch kundtun sollte. Wenn nötig (und hier gut zu erkennen) im eigenen Namen.

Übrigens heißt nur noch ein, im Kulinarischen auch nicht wirklich zu kurz gekommenes Nachbarland etwas südlich von uns, -REICH.
Königreich zählt nämlich in seinen Augen nicht 😉
Vielleicht ist ihm da etwas aufgefallen, was uns nur nicht bewußt war?!

Jedenfalls hatte ich ja in der Königsklasse des Kochens schon angedroht, dass ich mich an das Rezept machen würde.
Und das kalte Wetter der letzten Zeit war genau der richtige Anlass.
Bei kühlem Regen schmecken Schmorgerichte einfach am besten.

Seither verfeinere ich eine Boeuf-Mischkreation.

Denn 100% zugesagt haben mir die gefundenen Rezepte nicht – wobei jedes einen eigenen Kick hat.

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Die drei großen „C“ des Currypulvers

Coriander, Cumin und Curcuma – diese drei Gewürze sind Grundbestandteile eines jeden Currypulvers.

Wobei die Inder, die sich diese Gewürzmischungen ausgedacht haben, diese „Masala“ nennen … und ein „Curry“ ist bei ihnen ein Schmorgericht aus Fleisch oder Gemüse.

Den englischen Kolonialherren wird die Erfindung des „Currypulvers“ in die Schuhe geschoben – ihnen war wohl die Vielzahl der indischen Masalas zu verwirrend. Sie wollten ein Gewürz, mit dem die Köche in der Heimat den indischen Geschmack nach kochen konnten. Einfach und benutzerfreundlich.

Von süßlich über pikant bis extrem scharf sind diese Würzmischungen und damit ein Spiegel der indischen Geschmacksvielfalt.
Und nicht zu vergleichen mit dem in Deutschland gekauften Fertiggewürz! „Die drei großen „C“ des Currypulvers“ weiterlesen

Unbegrenzt haltbar – aber leider leer

Ob Koch oder Hausfrau – jeder hat so sein/ihr kleines Geheimnis.
Liebigs Fleischextrakt* gehört zu meinen.

Eine Messerspitze verfeinert den Geschmack von Saucen und Suppen und gibt so manchem Gericht den letzten Pfiff.
Natürlich könnte ich es auch gleich als Grundlage für eine Suppe nehmen, aber dazu bin ich zu sparsam…

In einem 100g Porzellan-Gläschen versteckt sich der Extrakt aus 3 kg Rindfleisch!

Ohne irgendwelchen Zusatz von Salz, Konservierungsstoffen und Gewürzen, ist es ungeöffnet unbegrenzt haltbar.

Ich habe mein Gläschen seit etwa 20 Jahren.
Natürlich geöffnet, sonst wäre es jetzt ja nicht leer. Ganz leer.

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