Immer wieder Mittwochs… Spargel – diesmal grüner

Die Buden rund um den See, in denen schon seit einigen Wochen deutscher Spargel angeboten wird, lassen wir getrost andere anlocken. Schließlich kommt es uns – ganz Slow Food like – auf die Qualität an und Folien, beheizte Felder und die Lagerung im Wasser brauchen wir nicht. Unser Ausflug nach Schrobenhausen hat uns das noch mal deutlich gemacht – dafür warte ich lieber ein wenig länger.

Mittwochs ist der Bauer Rehm aus Linden am Markt in Landsberg und „unser“ Spargelmann im Ort. Oder genauer: vor dem Eingang der ehemaligen Siebold-Drogerie im Ortskern von Dießen.

Diesen Mittwoch waren wir leider etwas zu spät und erhielten „nur noch“ grünen… also war es nix mit unserem langjährigen Favoriten, dem  gebratenen Spargel.

Doch aus den grünen Stangen lässt sich ebenfalls ganz Wunderbares für das Mittagsmahl zaubern. Ich habe euch mal zwei Varianten aufgeführt:

Grüner Spargel mit geschmolzenen Tomaten

Grüner Spargel mit geschmolzenen Tomaten, gebratenem Speck und Ruccola
Grüner Spargel mit geschmolzenen Tomaten, gebratenem Speck und Ruccola

Dazu schäle ich den Spargel – die weit verbreitete Weisheit nur die Enden zu schälen/ ab zu schneiden habe ich schon mehrfach ausprobiert und nicht als ausreichend empfunden. Ich koche die Stangen dann in Salzwasser mit einem Schuß Zucker bissfest – eher etwas härter.
Das dauert nicht lange.. unter 10 Minuten würde ich sagen. Denn der grüne braucht einfach weniger Zeit zum Weichwerden… und sollte auf gar keinen Fall zu labberig sein.

In der Zwischenzeit schneide ich den Speck in Scheiben und brate ihn in einer Pfanne richtig kross. Rausnehmen und beiseite stellen.
Versucht es gar nicht erst mit der mageren Schinkenvariante – der Witz des Rezeptes liegt eindeutig im salzigen und fetten Speck.

Tomaten würfeln und in der Speckpfanne anbraten – mit ein wenig Zucker bestäuben. Salz braucht es meist nicht, weil das vom Fett des angebratenen Specks in der Pfanne ausreicht.

Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und Ruccola ernten (in dieser Jahreszeit ist der noch ganz zart – aber da er aus dem eigenen Garten ist, hat er es in sich – nicht wie dieses gekaufte Grünzeug, dem jede Bitterkeit entzogen wurde 🙂 ))

Dann kommt der Spargel auf den Teller, wird mit Tomaten, Ruccola, Zwiebeln und Speck garniert.
Darüber kommt ein guter Schwupp bestes Olivenöl und Aceto Bianco…

Eine feine Variante für Eilige und Vegetarier ist das folgende Pesto

Pesto aus grünem Spargel

Pesto aus rohem grünem Spargel

1 Pfund grünen Spargel
100 g Pinienkerne (ich gestehe: ich mag den Geschmack und nehme daher etwas mehr als andere Menschen davon)
1/2 Bund frische Petersilie
einige Basilikumblätter
1 mini Knoblauchzehe (oder eine halbe)
50-80 g geriebener Parmesan oder auch Uri
50 ml bestes Olivenöl
1 Zitrone

Als erstes würde ich die Nudeln aufsetzen, denn die benötigen mehr Zeit als das Pesto 🙂

Auch hier steht das sorgfältige Schälen am Anfang. Allerdings sollte der grüne Spargel diesmal nicht ganz abgeschält werden, da das Pesto sonst an Farbe verliert. Ihr müsst schauen, dass die Schale weich und nicht hart ist! Das merkt man gut, wenn man ihn in Stücke schneidet. Die kleinen Stücke kommen roh in einen Mixer oder ein hohes, schlankes Gefäß, falls ihr mit einem Pürierstab arbeitet. Zusammen mit geriebenem Parmesan, Knoblauch, in einer Pfanne angerösteten Pinienkernen (einige solltet ihr für den Crunch-Effekt zurück behalten), den Blättern der frischen Petersilie und des Basilikum und dem Olivenöl, bereitet ihr daraus nun ein cremiges Pesto.

Dies wird zu den al dente gekochten Nudeln – vorzugsweise Spagetti – gegeben und untergehoben. Die Zesten einer Zitrone und einige geröstete Pinienkerne vervollständigen das Gericht perfekt…

 

Anne

Anne

Kochen und Backen sind meine Leidenschaft und ich helfe dir, den Genuss in deinem Leben zu erhöhen.
Anne

Eine Antwort auf „Immer wieder Mittwochs… Spargel – diesmal grüner“

  1. Das probiere ich auf jeden Fall wieder aus.
    Ich habe in Italien auch ein sehr einfaches Spargelrezept kennengelernt.
    Weissen Spargel kochen, auf Teller anrichten, sehr gutes Olivenöl daüber und dazu ein Spiegelei auf dem Parmesan gestreut wurde. Einfach und köstlich.
    Viele Grüße Andrea

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