Herrentorte – auch von Damen geliebt

Manchmal muss es einfach ein bißchen mehr sein: ein bißchen mehr an Schokolade, Genuss und Pracht. Dann kommt bei mir häufig die Herrentorte an den Start.

Mit drei einzeln gebackenen Böden, einer Füllung aus Schokolade, Sahne und Whisky (damit alle Diätfreaks gleich ahnen wie es hier weiter geht) und einem üppigen Schokolade an Schokolade auf Schokolade-Überzug.

Diese Torte schmeckt auch denen, die sonst nicht so im Süßen verfangen sind. Also natürlich nicht nur den Herren. Einer Freundin durfte ich eine Herrentorte als mehrstöckige Hochzeitstorte backen. Der dunkle Überzug wurde durch rote Marzipanrosen hochzeitsfein gemacht und die Torte versorgte die gesamte Gesellschaft mit Schokoladenglück. Glück hat sie wohl auch gebracht, denn das Paar ist nach wie vor mit Freude gemeinsam unterwegs (was mich sehr freut).

 

Zutaten für eine große oder zwei kleine Herrentorten

Böden

  • 8 Eier
  • 250 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 250 g gemahlene Haselnusskerne
  • 100 g geriebene zartbitter Schokolade

Canache – die Pralinen-Füllung

  • 250 ml Schlagsahne
  • 130 g Butter
  • 300 g Vollmilch Kuvertüre
  • 200 g Zartbitter Kuvertüre
  • 100 ml schottischen Whisky
  • ein ordentlicher Schwup Orangenlikör

Verzierung

  • etwa 500 g Zartbitter Kuvertüre
  • wahlweise Kakaopulver, kandierte Blüten, kleine Pralinen

Zubereitung der Herrentorte

Da die Canache abkühlen muss (und zwar länger als die Böden), bereite ich sie gerne schon am Vortag zu.

Die Sahne einmal sprudelnd aufkochen und Butter darin schmelzen. Nun kommt die kleingehackte Kuvertüre in die Sahne (ich hoffe, ihr habt einen Topf genommen, der groß genug ist 😉 – am besten noch etwas größer als die Canache selbst, dann müsst ihr sie nachher nicht umfüllen ). Wenn alles geschmolzen ist, werden Whisky und Orangenlikör eingerührt und der Topf wandert für 3-4 Stunden in den Kühlschrank.

Nun backen wir die Böden – eigentlich backt ihr drei einzelne. Natürlich kann man auch einen backen und den dann teilen. Allerdings müsst ihr da aufpassen, das er langsam und gleichmäßig durchbackt. Die Backzeit erhöht sich deutlich und ich bin nicht wirklich sicher, dass es schneller geht. Und die Oberfläche wird nicht so fest, wie bei einzeln gebackenen, so dass das Auftragen der Canache zu Krümeln führen kann.

Ich habe diesmal übrigens mit meiner kleinsten Springform (Durchmesser cm) 3 Böden gebacken, alle einmal geteilt und dann 2 kleine Torten daraus gemacht… war ein ziemliches Gefriemel, weil alles so klein war. Sind nicht meine schönsten geworden, aber ich finde sie dennoch gelungen.

 

Die Eier trennen. Eigelb sehr schaumig schlagen und den Zucker langsam einriesseln lassen – die Masse wird wie für eine Biskuit (der er ja ist) hell und dickcremig.

Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen, die Hälfte davon auf die Eigelbcreme geben und mit den Nüssen locker unterziehen. Dann die zweite Hälfte mit der geriebenen Schokolade unterheben. Arbeitet langsam mit einem Schneebesen, damit ihr die Luft im Teig behaltet.

Ofen auf 175 Grad vorheizen, eine Springform mit Backpapier auskleiden und mit 1/3 des Teigs füllen. 15-25 Minuten backen und mit einem Holzstäbchen testen, ob es durchgebacken ist. Den restlichen Teig solange im Kühlschrank aufbewahren.

Die Böden nacheinander backen und auskühlen lassen.

Die Canache mit einem Schneebesen (oder besser einem Handrührer mit Besenaufsatz, es ist nämlich ziemlich kräfteraubend) schaumig aufschlagen. Je länger ihr sie schlagt, desto weicher wird sie wieder. Eine Hälfte auf den ersten Boden, dann den zweiten auflegen, darauf die zweite Hälfte der Füllung. Den Abschluss bildet der dritte Boden. So habe ihr oben auch eine gerade Fläche.

Jetzt geht es ans Verzieren

Tipps und Tricks zum richtigen Umgang und Schmelzen der Kuvertüren findet ihr hier 🙂

Ihr nehmt 2/3 der Kuvertüre um die Herrentorte damit möglichst dünn zu überziehen.  Je feiner der Bezug, desto angenehmer ist die Torte später zu essen. Schließlich wollt ihr wohl nicht in eine dicke Schokoladentafel beißen…

1/3 der Kuvertüre gießt ihr ganz dünn auf eine Marmorplatte. Häufig funktioniert es auch auf der Arbeitsoberfläche in der Küche (wenn sie nicht aus Holz ist!). Oder auf einem sauberen, kalten Backblech. Nicht funktionieren tut Backpapier als Unterlage… da bekommt ihr eine dünne Platte.

 

Wenn die Schokolade erkaltet ist, schabt ihr mit einem Spachtel oder Spatel möglichst schöne Rollen und Locken. Bei mir war die Kuvertüre diesmal zu dick und schon wieder zu hart – da sind es dann Späne geworden. Sieht auch gut aus und schmecken tut es eh.

Damit verziert ihr die Torte üppig und bestäubt sie anschließend hauchdünn mit Kakaopulver. Falls euch das zu aufwendig ist, nehmt kandierte Blüten oder ganz kleine Pralinen. Der Vorteil ist, dass Unebenheiten auf der Oberfläche dadurch verschwinden, am Rand leider nicht 😉 Die Böden waren so locker, dass sie leider beim Überziehen mit der Kuvertüre zerbröckelt sind…

Anne

Anne

Kochen und Backen sind meine Leidenschaft und ich helfe dir, den Genuss in deinem Leben zu erhöhen.
Anne

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